Zweckgebundener Kredit – Gut zu wissen.

Der Schweizer Familienfinanzierer Awina unterstützt Familien mit zweckgebundenen Krediten bei der Kita-Finanzierung. Was unter einem zweckgebundenen Kredit zu verstehen ist, wann die Aufnahme eines Kredits sinnvoll sein kann und wann nicht und was man vor der Beantragung wissen sollte.

Ob Hypothek, Darlehen oder Kreditkarte, Kredite sind aus unserem Alltag kaum wegzudenken und werden zur Finanzierung verschiedenster Dinge verwendet – zum Beispiel das Studium, ein neues Auto oder ein Eigenheim. Und auch wer heute bei der Finanzierung von Kita-Plätzen Unterstützung wünscht, findet eine Lösung. Denn seit November 2021 vergibt Awina zweckgebundene Kredite an Familien in der Schweiz, um sie bei der Tragbarkeit der Kita-Kosten zu unterstützen. Dabei stehen der Plattform starke Partner wie der Dachverband Pro Familia Schweiz, die Stiftung Mercator und die Stiftung Kinderbetreuung zur Seite. Was aber ist ein zweckgebundener Kredit eigentlich?

Was ist ein Kredit?

Ganz allgemein bezeichnet ein Kredit die Leistung eines Kreditgebers an einen Kreditnehmer. Soll heissen: Wer als Privatperson einen Kredit aufnimmt, erhält einen bestimmten Geldbetrag von einem Kreditgeber, was in den meisten Fällen eine Bank oder ein banknahes Institut ist. Anschliessend zahlt man den Betrag zuzüglich Zinsen innerhalb der vereinbarten Laufzeit in Monatsraten zurück. Ein Kredit ist also zeitlich begrenzt. Die genauen Konditionen für die Kreditvergabe werden im Voraus festgelegt. Darunter beispielsweise der Zinssatz, der darüber entscheidet, wieviel das Darlehen den Kreditnehmer kostet – und umgekehrt wieviel der Kreditgeber an der Leihgabe verdient.

Zweckgebunden vs. nicht-zweckgebunden – was ist der Unterschied?

Je nach Umständen und Bedarf gibt es unterschiedliche Kredite, die man als Privatperson aufnehmen kann. Eine Unterscheidung besteht darin, ob ein Kredit zweckgebunden ist oder nicht. 

Der Name legt es nahe: Während man bei einem «normalen» Kredit das Geld frei verwenden kann, darf das Geld bei einem zweckgebundenen Kredit nur für den im Vorfeld definierten Zweck eingesetzt werden.

Ein Beispiel: Wenn Awina Familie Müller monatlich mit einem zweckgebundenen Kredit von CHF 1’500 für den Kita-Platz ihres Kindes unterstützt, kann die Familie den Betrag ausschliesslich für die Kita-Kosten ausgeben. Der monatliche Betrag fliesst nicht an die Familie, sondern wird von Awina direkt an die Kita überwiesen.

Wann ist ein Kredit sinnvoll – und wann nicht?

Grundsätzlich eignet sich ein Kredit, wenn man via Weiterbildung oder Kinderbetreuung in die Zukunft investiert oder eine langlebige Anschaffung wie ein Auto oder eine Immobilie tätigt, kurzfristig finanzielle Engpässe überbrückt oder zeitnah zusätzliches Kapital benötigt und darum nicht sparen kann. Entscheidend ist ausserdem, dass man über ein stabiles Einkommen verfügt und den Kredit in Raten abbezahlen kann, ohne auf sein Erspartes zurückgreifen zu müssen. Für kurzlebige Produkte, Aktivitäten und Ferien eignet sich ein Kredit hingegen nicht. Ebenso kann ein Kredit keine strukturellen finanziellen Schwierigkeiten lösen. Das Problem wird in diesem Fall nur aufgeschoben und kann dazu führen, dass man mit dem Zurückzahlen in Verzug kommt. 

Was muss man wissen, bevor man einen Kreditantrag stellt?

Die Kreditvergabe ist im Bundesgesetz über den Konsumkredit (KKG) streng geregelt, um Kreditnehmer vor einer Überschuldung zu schützen. Wer einen Kreditantrag stellt, wird darum zunächst vom Kreditgeber auf die Bonität geprüft. Dabei wird einerseits die Kreditfähigkeit, also die Fähigkeit, den Kredit zurückzuzahlen, und andererseits die Kreditwürdigkeit, also die Wahrscheinlichkeit, dass man den Kredit zurückzahlt, beurteilt. 

In der Schweiz wird rund die Hälfte aller Kreditanträge abgelehnt. Das ist wichtig, denn: Ein abgelehnter Kreditantrag inklusive Ablehnungsgrund wird bei der schweizerischen Informationsstelle für Kosumkredit (IKO) gespeichert und ist zwei Jahre lang einsehbar. Das beeinträchtigt die Chancen auf einen zukünftigen Kredit. Darum ist es in jedem Fall sinnvoll, sich im Voraus über die Voraussetzungen für die Annahme eines Antrags zu informieren und darauf zu achten, dass alle Dokumente und Angaben korrekt sind.

Die Plattform Awina bietet Antragstellern zusätzlich die Möglichkeit, vor Absenden des Kreditantrags zu testen, ob der Entscheid positiv oder negativ ausfällt. So können allfällige Fehler im Antrag behoben werden, ohne dass die Kreditwürdigkeit der Familie schaden nimmt.

Awina unterstützt Familien mit Hilfe von Krediten aktiv bei der Finanzierung von Kita-Plätzen. Alle von Awina vergebenen Kredite sind zweckgebunden. Das Geld wird jeweils nicht an die Familie, sondern direkt an die entsprechende Kita überwiesen.

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