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«Hey, Mama» Gespräch mit Anette JeanRichard

Anette JeanRichard
Dürfen wir vorstellen?

Anette JeanRichard dit Bressel ist Co-Leiterin der Abteilung Bauforschung und Mittelalterarchäologie beim Amt für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Zug. Gemeinsam mit ihrem Kollegen trägt sie die Verantwortung für acht Mitarbeitende. Sie ist Mama von zwei Kindern.

1. Anette, du bist Mama und Co-Abteilungsleiterin beim Amt für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Zug zugleich. Wie organisierst du dich, um alles unter einen Hut zu bringen?

Da sowohl mein Mann als auch ich an unsere Arbeitsorte pendeln, ist das tatsächlich nicht immer ganz einfach… Aktuell besuchen unsere Kinder an drei Tagen eine Kita in Baar (ZG). Das heisst, ich bringe sie hin und hole sie auch wieder ab. Da ich zurzeit «nur» 50% arbeite und wir beim Kanton Zug Jahresarbeitszeit haben, kann ich mein Pensum auf drei Tage verteilen, was die Situation etwas entschärft.

2. Wie kam’s, dass du dich für Kinder und Karriere entschieden hast?

Sowohl mein Beruf als Archäologin und Bauforscherin als auch das Muttersein bereitet mir einfach sehr viel Freude. Ich bin dankbar, dass ich mich nicht für das eine oder das andere entscheiden musste.

3. Deine Kinder gehen in die Kita. Was hat das beruflich und auch privat für dich bedeutet?

Wenn unsere Kinder keine Kita besuchen könnten, hätte ich meinen Job wohl aufgeben müssen. Ich bin überzeugt, dass die Kita für unsere Kinder eine grosse Bereicherung ist und ich eine glücklichere und entspanntere Mutter und Ehefrau bin, wenn ich mich beruflich entfalten kann.

4. Kurz zur Finanzierung: Hat die Kita euer Familienbudget sehr belastet? Falls ja: Wie seid ihr damit umgegangen?

Da eines unserer Kinder medizinische Unterstützung benötigt und einen höheren Betreuungsfaktor hat, sind wir sehr glücklich, dass die Stadt Zürich einen Teil der Zusatzkosten übernimmt.

5. Was sind für dich als «Working Mom» im Alltag die grössten Herausforderungen?

Die grösste Herausforderung für mich ist, sowohl der Familie als auch den Jobanforderungen gerecht zu werden. Die Teilnahme an Arbeitsanlässen, Besprechungen, Tagungen etc. ausserhalb meiner regulären Arbeitszeiten (und damit ausserhalb der Betreuungszeiten der Kinder in der Kita) ist kompliziert. 

6. Auch bei bester Organisation: alles kann man nicht allein machen. Wo setzt du auf Unterstützung?

Wenn die Kinder krank sind und nicht in die Kita können, bin ich sehr froh, wenn mein Mann einzelne Tage einspringen kann und die Kinderbetreuung übernimmt. 

7. Wie lebst du Vereinbarkeit?

Ich arbeite 50% im Teilzeitpensum. Mit dazu gehört für mich ausserdem die Aufteilung der Hausarbeit.

Awina setzt sich mit zweckgebundenen Krediten zur Kita-Finanzierung für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf & Familie ein. Wie aber sieht Vereinbarkeit eigentlich im Alltag aus? In der Serie «Hey, Mama», «Hey, Papa» sprechen berufstätige Eltern offen über ihre Erfahrungen und Herausforderungen als Working Parents und geben Einblick, wie sie persönlich Kind und Karriere unter einen Hut bringen.

 

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