Zurück im Job nach dem Mutterschaftsurlaub

Mut und gute Planung: So gelingt dir der Wiedereinstieg nach dem Mutterschaftsurlaub

Frauen, die nach dem Mutterschaftsurlaub wieder in ihren Job zurückkehren, haben eine gar nicht mal so einfache Aufgabe vor sich. Wir erklären dir alles, was du für deine Rückkehr ins Arbeitsleben wissen musst – und helfen dir dabei, nicht nur im Job erfolgreich zu sein, sondern auch deine Work-Family-Balance zu finden. 

Mutterschaftsurlaub verlängern – ja, gerne! Nicht mehr in den alten Job zurückkehren – nein danke. So scheint die Situation für Mütter in der Schweiz auszusehen: Über 75 Prozent der Mütter mit Kindern unter vier Jahren sind erwerbstätig, zum grössten Teil mit einer Teilzeitstelle. Viele verlängern ihren Mutterschaftsurlaub um unbezahlte Ferien, kehren dann aber an den Arbeitsplatz zurück. Das natürlich nicht nur aus finanziellen Gründen: Als die am besten ausgebildete Generation wollen besonders Millennials Karriere machen und sich im Job verwirklichen, natürlich auch mit Kindern. Umso wichtiger ist es, die Rückkehr an den Arbeitsplatz gut zu planen – für die eigene Karriere, die Familie, Partnerschaft und für dich selbst.  

5 Tipps für deine erfolgreiche Rückkehr in den Job

Die Rückkehr an den Arbeitsplatz kann eine ganze Menge Fragen aufwerfen: Wie organisieren wir die Kinderbetreuung? Wie kann ich meine Karriere auch mit einer Teilzeitstelle voranbringen? Wie stark involviert ist mein Partner? Und bekomme ich das alles nur um einen Hut?! Unsere 5 Tipps verraten es dir: 

1. Bereite dich noch während der Schwangerschaft auf die Rückkehr vor

Idealerweise klärst du bereits während der Schwangerschaft Zukunftsfragen für nach der Geburt. Vor allem solltest du natürlich mit deinem Unternehmen klären, wie lange du fort sein wirst und unter welchen Konditionen du zurückkehren wirst. Wie viele Prozent wirst du nach der Geburt arbeiten? Wird sich deine Rolle verändern? Wie stehen deine Karrierechancen mit einer Teilzeitstelle? Genau gleich gilt es, das Familienleben zu planen: Wie organisieren du und dein Partner sich nach der Geburt – nicht nur als Familie, sondern auch finanziell? Wie soll die Kinderbetreuung funktionieren? Wie sieht euer Leben als Familie aus?

2. Kümmert euch rechtzeitig um die Kinderbetreuung

Krippe, Tagesmutter oder Grosseltern – die Frage der Kinderbetreuung wird euch vor der Geburt sicher eine Weile beschäftigen, vor allem, wenn du wieder arbeiten möchtest. Krippenplätze sind je nach Region besonders für Babys unter 18 Monaten heiss begehrt. Wenn ihr euch also dafür entscheidet, euer Baby in die Kita zu geben, wenn du wieder arbeitest, lohnt es sich, sich schon früh mit dem Angebot auseinanderzusetzen. Schaut euch während der Schwangerschaft verschiedene Kindertagesstätten an und meldet euer Baby schon ein paar Monate vor der Geburt für einen Platz, provisorisch idealerweise direkt bei zwei, drei Kitas, an. Das mag vielleicht übertrieben tönen, nimmt dir und deinem Partner aber eine riesige Last von den Schultern, wenn euer Kleines dann da ist und ihr wisst, dass es einen sicheren Kitaplatz bekommt. Unerwartetes wird es noch genug zu bewältigen geben! Kinderbetreuung muss aber nicht nur Kita bedeuten: Kann und möchte dein Partner sein Pensum reduzieren um sich um die Kinderbetreuung zu kümmern? Was ist karrieretechnisch und finanziell machbar? Oder bleibt dein Partner langfristig zuhause? Können Oma und Opa an gewissen Tagen auf euer Baby aufpassen? Je früher ihr diese Dinge besprecht, desto eingespielter seid ihr nach der Geburt auch – und du kannst dich mit gutem Gewissen auf deinen Job fokussieren, während du dein Baby in guten Händen weisst. 

3. Teilt euch eure Verantwortung neu auf

Ein Neugeborenes wird eure Welt ganz schön auf den Kopf stellen! Umso wichtiger ist es, dass ihr euch auch über eure Partnerschaft Gedanken macht und du als berufstätige Mama Verantwortung an deinen Partner abgibst. In der Schweiz liegt die Hauptverantwortung für Hausarbeit und Kinderbetreuung in den meisten Haushalten bei den Frauen – auch, wenn sie berufstätig sind. Findet also einen Weg, Familie, Job und Partnerschaft unter einen Hut zu bringen, der für euch beide passt, auch wenn das bedeutet, Verantwortlichkeiten neu zu verteilen. Schliesslich sollen weder deine Karriere, noch deine Familie, noch deine Beziehung und am wenigstens du selbst langfristig leiden müssen. 

4. Zieh einen kürzeren Unterbruch einer langen Pause vor

Auch wenn es toll ist, so viel Zeit wie möglich mit den Kindern zu verbringen, ist es auch ein Fakt, dass der Wiedereinstieg nach einer kürzeren Pause einfacher ist. Babypausen von über einem Jahr sind, je nach Beruf, auch in der Schweiz immer noch nicht so gerne gesehen – und könnten unter Umständen auch dafür sorgen, dass deine Vorsorgesituation bei der Pensionierung schlechter aussieht. Der «Gender Pension Gap» in der Schweiz liegt bei rund 37%: Um so viel sind die Frauenrenten durchschnittlich tiefer als die der Männer. Wenn du also keine finanziellen Verluste und Karriereeinbussen auf dich nehmen möchtest, lohnt sich ein kürzerer Mutterschaftsurlaub. Wenn du doch lieber eine längere Pause einlegst, dann nutze diese Zeit möglichst auch für Weiterbildungen (geht auch online und im Selbststudium) oder eine ehrenamtliche Tätigkeit.

5. Mache eine berufliche Standortbestimmung – und sei mutig!

Haben sich deine beruflichen Ziele mit der Mutterschaft verändert? Was willst du langfristig erreichen? Für welche Themen möchtest du dich einsetzen? Wünschst du dir flexiblere Arbeitszeiten? Oder andere Einsatzbereiche? Und was hat sich in deinem Job verändert? Gibt es allenfalls neue Möglichkeiten, die es vor dem Mutterschaftsurlaub nicht gab? Wie sieht dein*e Vorgesetzte*r deine Entwicklungsmöglichkeiten? Sprich noch während deinem Mutterschaftsurlaub mit deiner*deinem Vorgesetzten, um genau diese Fragen zu thematisieren.

Ja, so ein Gespräch mag nicht ganz einfach sein – vor allem nach ein paar schlaflosen Nächten mit einem Neugeborenen. Aber es lohnt sich, deine Karriere nicht aus den Augen zu verlieren oder «on hold» zu stellen. Sei mutig! Plane deine Karriere genau und genau so, wie du sie umsetzen möchtest. Was möchtest du bis wann erreicht haben? Ist dein aktueller Arbeitsplatz der richtige, um dies allenfalls auch mit einem reduzierten Pensum zu tun? Wenn nicht, dann plane auch einen Stellenwechsel mit ein. Mit der Geburt deines Kindes und der Mutterschaft hast auch du dich verändert, dich weiterentwickelt – nutze das auch für deine Karriere.

Gute Vorbereitung für Familienglück und Karrierepush

Wenn dein Baby dann endlich da ist, scheint für einen Moment die Welt still zu stehen. Es zählt nur noch das Glück deiner kleinen Familie. Jeder Tag steckt voller Überraschungen, jeder Tag ist ein neues Abenteuer – für dich und deine Familie. An die Rückkehr zur Arbeit denkst du in den ersten Wochen wahrscheinlich gar nicht. Umso wichtiger ist es, schon während der Schwangerschaft deinen Wiedereinstieg vorzubereiten. So geniesst ihr eure erste gemeinsame Zeit als Familie viel mehr – und du hast auch als Mama die Weichen für deine berufliche Zukunft gestellt. 

Awina setzt sich aktiv für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein. Wir unterstützen junge Eltern wie dich während der Phase, in der alles gleichzeitig zu passieren scheint. Wir sind in eurer «Rush Hour of Life», wo ihr Familie, Partnerschaft, Karriere und noch so viel mehr unter einen Hut bringen möchtet, an eurer Seite – weil wir wissen, dass ihr genau in diesem Lebensabschnitt besonders viel Support brauchen könnt.

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