Sparsäuli adieu! So legt ihr als Familie Geld schlau an

Riskant, kompliziert, nur für reiche Leute… Das Thema Geld anlegen ist mit einer Menge Vorurteile behaftet. Dabei lohnt es sich besonders für junge Familien, ihr Geld anzulegen und vorzusorgen, statt nur zu sparen. Weshalb es höchste Zeit ist, sich mit der Geldanlage zu befassen und wie ihr euch auch als Anfänger*innen zurecht findet, erklären wir euch hier. 

Mit dem ersten Baby kommt meist auch die grosse Vorsicht. Schliesslich wollen wir keine unnötigen Risiken mehr eingehen, sondern unseren Kleinen Sicherheit und Geborgenheit geben und auch auf uns etwas mehr Acht geben, um unser Familienglück möglichst lange zu geniessen. Viele junge Familien parkieren ihr Geld deshalb einfach auf dem Sparkonto, statt es anzulegen – und fühlen sich so zwar sicher, verpassen aber die Chance, mehr aus der Familienkasse zu machen und für die Zukunft vorzusorgen. Denn solange die Inflationsrate höher ist als der Sparzins, wird das Geld auf dem Sparkonto von der Teuerung nach und nach weggefressen.

Wie? Unser Geld verliert kontinuierlich an Wert. Hat eine Tasse Kaffee in der Schweiz vor zehn Jahren durchschnittlich 3,93 CHF gekostet, sind es heute 4,30 CHF. Das tönt nach wenig, summiert sich aber. Und genau so funktioniert es auch mit dem Geld auf dem Sparkonto. Das Ersparte bleibt liegen und verliert dadurch immer mehr an Wert. Umso wichtiger ist es für Familien, mehr aus ihrem Geld zu machen – das geht auch, ohne grosse Risiken einzugehen. 

Vorsorgen für Familien: 3. Säule hat 1. Priorität

Besonders relevant ist in der Schweiz die private Vorsorge. Klar, wer arbeitet spart bereits mit der 1. Säule (staatliche Vorsorge) und der 2. Säule (berufliche Vorsorge) fürs Alter. Diese Beiträge werden aber nach der Pensionierung kaum für die Aufrechterhaltung des gewohnten Lebensstandards reichen – und das Leben nach der Pensionierung wollen wir schliesslich auch gebührend geniessen! Kommt dazu, dass die Einzahlungen in die 3. Säule bei den Steuern geltend gemacht werden können und die Steuerbelastung für eure Familie so tiefer wird. Wann immer möglich solltet ihr also den Maximalbetrag einzahlen – egal, ob und wie viel ihr arbeitet. Hier ergibt sich auch die einfachste Möglichkeit, noch mehr aus dem eigenen Geld zu machen. Geld, das auf dem Säule 3a-Konto liegt, könnt ihr nämlich in einen Vorsorgefonds einzahlen – und so von höheren Renditechancen profitieren. Weil euer Geld in der Regel lange in eurer 3. Säule bleibt, eignet sich dieses besonders gut für Anlagen. Wenn ihr nämlich über einen langen Anlagehorizont (über 10 Jahre) verfügt, könnt ihr kurzfristige Zinsschwankungen auf dem Markt besser ausgleichen und geht so in der Regel ein kleineres Risiko ein als bei kurzfristigen Anlagen.

Wer ein minimales Risiko eingehen möchte, kann in Fonds anlegen, die den BVG-Richtlinien entsprechen und deshalb maximal 50% in Aktien investieren. So sorgt ihr nicht nur fürs Alter vor, sondern könnt auch auf einfache Weise von den Entwicklungen am Finanzmarkt profitieren.

Geld anlegen für Kinder: Regelmässigkeit zahlt sich aus

Wie ermöglichen wir unseren Kindern einen möglichst guten Start ins Leben? Diese Frage stellen sich die meisten Eltern. Rein auf die Finanzen bezogen lohnt es sich, schon dann für die Kinder vorzusorgen, wenn sie noch ganz klein sind. Eltern, die für ihre Kinder schlau anlegen, können diesen dabei helfen, sich später einige Träume zu verwirklichen – sei es die Fahrprüfung, das Studium, die Weltreise oder die erste Wohnung. Dafür eignen sich besonders regelmässige Anlagen. Das können Einzahlungen in Fonds oder ETF sein, zum Beispiel immer zum Geburtstag und zu Weihnachten. Mittlerweile bieten die meisten Schweizer Banken auch Fondssparpläne an, bei denen monatlich oder halbjährlich ein fixer Betrag in einen Fonds einbezahlt wird. Dafür muss man nicht reich sein: Auch regelmässige Einzahlungen von 50 oder 100 CHF lohnen sich. Denn bei regelmässigen Anlagen hilft der Zinseszinseffekt. Wenn die erwirtschafteten Zinsen nämlich immer wieder investiert statt ausbezahlt werden, steigt die Rendite überproportional an. 

Auch mit wenig Geld Grosses bewirken

«Kleine Beiträge» ist das Stichwort für viele junge Familien. Das Familienleben in der Schweiz kann schliesslich ganz schön teuer sein. Aber genau weil alles immer teurer wird, lohnt es sich, Geld anzulegen, statt es auf dem Sparkonto versauern zu lassen und dafür mit niedrigen Zinsen belohnt zu werden. Welche Anlageformen sich am besten eignen hängt ganz von den Zielen und Bedürfnissen und der finanziellen Situation ab. Bei den meisten Anlagen hilft es aber, wenn ihr über einen möglichst langen Zeitraum hinweg investieren könnt – umso wichtiger ist es, früh mit dem Anlegen zu beginnen. 

Monatlich Geld anlegen oder lieber alles auf einmal investieren? 

Wer jeden Monat etwas Geld zur Seite legen kann, sollte sich mit dem erwähnten Fondssparplan auseinandersetzen. Wer lieber einen Betrag auf einmal anlegt, kann auch dies schon mit wenigen Tausend Franken tun. Und Familien, bei denen das Geld Ende Monat immer knapp ist, finden hier unsere besten Spartipps. Awina unterstützt euch genau in der Zeit, in der ihr besonders viel Support brauchen könnt: nämlich dann, wenn gerade alles auf einmal passiert. Familiengründung, Partnerschaft, Karriere, Self-Care, Finanzen – alles ist gerade gleich wichtig und geschieht gleichzeitig? Dann befindet ihr euch mitten in der «Rush-Hour des Lebens». Eine ganz schön stressige Zeit! Und genau in dieser Zeit gilt es auch zu entscheiden, wie ihr als Familie mit euren Finanzen umgehen möchtet, um die Zukunft für euch und eure Kinder so leicht wie möglich zu machen. 

Nachhaltig anlegen – für das Portemonnaie und die Umwelt

Eine bessere Zukunft für unsere Kinder zu ermöglichen kann auch bedeuten, nachhaltig anzulegen. Indem wir Geld anlegen, geben wir Unternehmen schliesslich das Kapital, das sie für ihre Geschäftstätigkeit benötigen und unterstützen so ihr wirtschaftliches Tun. Genau wie bei den Konsumentscheidungen, die wir täglich treffen, können wir also auch mit unseren Anlage-Entscheiden nachhaltigen Unternehmen den Vorzug geben. Mittlerweile gibt es nämlich auch in der Schweiz viele Möglichkeiten, Geld nach nachhaltigen Kriterien (ESG-Kriterien) zu investieren. So können junge Familien nicht nur Rendite erwirtschaften, sondern auch genau die Themen fördern, die ihnen besonders am Herzen liegen – und dadurch auch die Welt ein bisschen besser machen. 

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