Mit wenig Budget viel bewegen

10 Tipps, wie ihr aus eurem Familienbudget mehr machen könnt

Wenn am Ende des Budgets ein gewisser Betrag übrig bleibt, fragen wir uns oft «wohin fliesst das ganze Geld eigentlich immer?». Eine Familie kostet – und das Haushaltsbudget kann schnell ganz schön knapp werden, besonders, wenn unvorhergesehene Kosten auftauchen. Wir geben 10 Tipps dazu, wie ihr mehr aus eurem Budget machen könnt – ohne, dass eure Familie zu kurz kommt.    

1. Budget aufstellen – das muss sein! 

Ein Haushaltsbudget zu erstellen tönt für viele erst mal langweilig. Ihr fürchtet euch sogar ein bisschen davor, genau herauszufinden, wo euer Geld jeden Monat hinfliesst? Dann braucht eure Familie unbedingt ein Budget. So viel Aufwand ist das gar nicht! Setzt euch hin und listet realistisch alle Ausgaben auf, die in eurer Familie jeden Monat anfallen. Miete, Krankenkasse, Kinderkrippe, Lebensmittel, ÖV – das ist einfach. Vergesst aber auch nicht, wie viel Geld jeden Monat für Abos wie Netflix, Spotify und Co., Freizeitvergnügen oder die Hobbys der Kids drauf gehen. Ist das Budget gemacht, seht ihr genau, wie viel Geld ihr jeden Monat übrig haben solltet – oder wo ihr noch etwas vom Budget abzwacken könnt. Genau so wichtig wie das Budget zu erstellen, ist, es auch zu prüfen. Trackt also einen Monat lang alle Ausgaben und vergleicht sie mit eurem Budget. Ihr habt 0 CHF für Coffee to go budgetiert, Ende Monat aber 150 CHF dafür ausgegeben? Ein Budget-Tracker kann ganz schön die Augen öffnen!

Ein «Milchbüechli» führen müsst ihr dafür nicht. Mittlerweile gibt es Apps wie Spendee oder die App der Budgetberatung Schweiz, die euch ganz einfach helfen. 

2. Entwickelt gute Gewohnheiten – für euch und euer Budget. 

Geld auszugeben für Dinge, die euch und euren Kleinen Freude machen – das soll auch mit einem Budget möglich sein. Bestimmt gibt es aber auch unter euren Gewohnheiten solche, die ihr ändern könnt. Oder schon länger ändern wollt? Mit etwas Disziplin könnt ihr nicht nur eurem Budget, sondern auch euch selbst Gutes tun. Indem ihr zur Arbeit joggt oder mit dem Velo losflitzt, statt das Auto zu nehmen zum Beispiel. Oder wenigstens einige Mittagessen pro Woche vorkocht, statt jeden Tag auswärts zu essen. Streaming-Abos aufs Minimum limitiert und dafür mehr Spiel-Abende einplant. Was sind eure Geldfresser, die ihr gegen mehr Lebensqualität und mehr Platz im Budget eintauschen könnt?

3. Weg mit altem Ballast, her mit dem Geld!

Spätestens seit Marie Kondo wissen wir alle: Ausmisten kann ganz schön befreiend sein! Sortiert regelmässig alles aus, was ihr nicht mehr braucht. Zu kleine Kinderkleider, nie gebrauchte Küchengeräte, Spiele, verstaubte Erbstücke auf dem Estrich… in jedem Haushalt findet sich Ungenutztes, das anderen noch eine Freude machen könnte. Verkaufen lässt sich das ganz einfach auf Ricardo, Tutti, auf Facebook Marketplace oder in verschiedenen Verkaufsgruppen auf Facebook. Oder ihr veranstaltet mit anderen Familien im Quartier einen Flohmarkt – und bessert so nicht nur das Budget auf, sondern verbringt auch einen spassigen Tag mit Freunden und den Kindern. 

4. Kauft schlau ein und spart Zeit und Nerven.

Clever einzukaufen ist gar nicht so schwierig. Es braucht nur etwas Planung. Erstellt einen Wochenplan für eure Mahlzeiten und macht euch dann an die Einkaufsliste. Noch mehr sparen könnt ihr, wenn ihr dabei Aktionen und Angebote miteinbezieht. Dann geht’s zum Grosseinkauf und schon seid ihr ready für die ganze Woche. Noch ein Pluspunkt: mit einem gut geplanten Grosseinkauf verhindert ihr Impulskäufe, hungrig einkaufen zu gehen (und dann Dinge zu kaufen, die ihr gar nicht braucht) und müsst auch die Kids nicht so oft in den Supermarkt mitnehmen (und dem herzzerreissenden Quengeln widerstehen). 

5. Entdeckt Second-Hand-Schätze – auch für Erlebnisse.

Second-Hand muss nicht verstaubt, gammlig oder altbacken sein – ganz im Gegenteil! Genau so, wie ihr mit dem Verkaufen von einigen eurer Habseligkeiten das Familienbudget aufbessern könnt, schont ihr es auch, indem ihr Second-Hand einkauft. Besonders Kinderausstattung findet ihr online und offline zuhauf – auf Verkaufsplattformen oder in Facebook-Gruppen, bei Börsen und Kleider-Swaps. Aber auch Möbel, Haushaltsgegenstände, Sportgeräte, Kleidung, Elektronik…. praktisch alles lässt sich mittlerweile auch aus zweiter Hand kaufen. Das ist nicht nur gut fürs Portemonnaie, sondern auch für die Umwelt. 

Unser Extra-Tipp: Durchforstet vor dem Wochenende die Online-Plattformen nach Tickets fürs Kindertheater oder Konzerte. Wer kurzfristig nicht an einem Event teilnehmen kann, verkauft die Tickets oft günstig weiter. Euer Glück und ein spontanes Erlebnis für eure Familie.  

6. Kreative Abenteuer statt all-inclusive Ferien.

Familienferien können ganz schön ins Geld gehen. Dabei muss es doch gar nicht immer der Strand oder das Familienhotel sein. Organisiert kreative Abenteuer für eure Kleinen: Schlafen im Heu, Balkon-Camping, Zugreisen zu Verwandten oder Übernachtungen in familienfreundlichen Hostels… Möglichkeiten gibt es viele! Solange eure Kids noch klein sind, lohnt es sich auch, in der Nebensaison zu buchen. 

7. Leihen statt kaufen – ganz einfach.

Wie oft braucht ihr den Schlitten eigentlich im Jahr? Und wie oft lest ihr den neusten Bestseller? Backt ihr Kuchen in Bärchen-Form? Nutzt ihr die Bohrmaschine? Mittlerweile kann man sich, zumindest in grösseren Städten, fast alles leihen. Bibliothek, Ludothek, Online Leih-Plattformen, aber auch Freunde und Nachbarn sind eure Anlaufstellen für alles, was ihr nicht regelmässig braucht. So schont ihr Budget und Umwelt in einem – und sammelt nicht wieder unnötigen Ballast, der in euren Schränken verstaubt.  

8. Teilen statt besitzen – gemeinsam sparen.

Nicht alles muss euch gehören, damit ihr es nutzen könnt – und nicht alles, was euch gehört, müsst ihr alleine nutzen. Das Zauberwort «teilen» wird auch in der Wirtschaft immer wichtiger. Informiert euch, was ihr teilen könnt – vom Parkplatz und dem Auto (z.B. via Mobility oder Sharoo), über die Autofahrt (z.B. über BlaBlaCar) bis zum Disney+-Passwort. Wer teilt, spart. Gar nicht so schwierig, oder?

9. Schützt die Umwelt und euer Budget gleichzeitig. 

Ihr wollt euren Kindern eine bessere Welt hinterlassen? Vorleben, wie wir unsere Umwelt schützen können? Nachhaltig leben, ohne auf etwas verzichten zu müssen? Viele unserer Budget-Tipps helfen euch bereits dabei – etwa Second-Hand-Shopping, Mahlzeiten-Vorkochen oder gesunde Gewohnheiten. Noch mehr für die Umwelt und das Familienbudget tun könnt ihr, indem ihr clever entsorgt. Bewusstes Recycling spart nämlich nicht nur Entsorgungsgebühren. Verwendet Gläser weiter zur Aufbewahrung von Resten oder sogar als Blumenvasen, nutzt Joghurt-Becher zum Basteln, wiederverwendbare Bambus-Abschminkpads statt Wattebäusche… Online gibt es eine Fülle an Tipps und Tricks – ohne, dass ihr gleich zur «zero waste» Familie werden müsst.  

10. Think big: optimiert die grossen Kosten. 

Viele kleine Tipps können zusammen Grosses bewirken. Soweit, so gut. Vergesst aber auch die grossen und regelmässigen Kosten nicht. Informiert euch, ob ihr auf einen günstigeren Stromanbieter wechseln könnt. Besteht Optimierungspotenzial in euren Versicherungslösungen? Bezahlt ihr viel zu viel für Internet und Handy-Abos? Und nicht zuletzt: könnt ihr euer Kita-Budget optimieren? Alle anderen Dinge müsst ihr selbst in die Hand nehmen – viele neue Ideen dafür habt ihr jetzt bestimmt. Bei letzterem helfen wir euch gerne.  

Mehr Informationen dazu, wie ihr euer Familienbudget mit einem Kredit von Awina entlasten könnt, erfahrt ihr hier.

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